Wärme tut dem Körper gut und kann hilfreich sein, um körperliche Beschwerden abzumildern. So lassen sich bestimmte Leiden wie Rückenschmerzen oder Migräne mitunter wirksam durch Wärmetherapie lindern.

Wie die Wärmetherapie gegen Schmerzen wirkt

Die Wärmetherapie gilt als Bestandteil der Physiotherapie. Sie wird angewendet, um beispielsweise Entzündungen oder Schmerzen zu behandeln. Wärme ist in dreifacher Hinsicht nützlich gegen die Schmerzen: Einerseits erweitert sie die körpereigenen Gefäße, andererseits heilt sie das geschädigte Gewebe und reduziert den Schmerz. Durch den verstärkten Blutfluss werden Schad- und Stoffwechselprodukte schneller abtransportiert, sodass die Schmerzen gelindert werden. Da die Wärme den Körper entspannt, lockert sie gleichzeitig die Muskeln und kann dadurch Verspannungen lösen.

Rückenschmerzen lassen sich mit Wärme und Physiotherapie meistens wieder sehr gut in den griff bekommen. Bildquelle: © Toa Heftiba / Unsplash.com
Rückenschmerzen lassen sich mit Wärme und Physiotherapie meistens wieder sehr gut in den griff bekommen. Bildquelle: © Toa Heftiba / Unsplash.com

Wärme bei Schmerzen: Arten und Möglichkeiten der Behandlung

Wärme gegen Schmerzen kann auf unterschiedliche Weise Anwendung finden. Es ist möglich, mehrere Ansätze miteinander zu kombinieren, etwa den Einsatz von Wärme und Massagen. Die nachfolgenden Therapien eignen sich, um eine Wirkung gegen Schmerzen zu entfalten:

Weitere Schmerzen und Arten der Behandlung

Auch ein Urlaub in der Wärme, vor allem in der kalten grauen Jahreszeit, kann extrem wohltuend und schmerzlindernd sein. Bildquelle: © Shutterstock.com
Auch ein Urlaub in der Wärme, vor allem in der kalten grauen Jahreszeit, kann extrem wohltuend und schmerzlindernd sein. Bildquelle: © Shutterstock.com

Wenn Wärme nicht hilft: Was gegen eine Schmerzlinderung durch Wärme spricht

Leider hilft die Wärmezufuhr nicht bei jeder Art von Schmerz. Bei einigen Verletzungen und Entzündungen sollte man stattdessen auf die entgegengesetzte Methode, die Therapie durch Kälte, setzen. Denn anders als wärmende Vorgänge verengt Kälte die Gefäße und mindert die Durchblutung. Dieser Effekt wirkt sich bei Schwellungen und Blutergüssen positiv aus, da sich diese, abgesehen von einer lokalen Reaktion, nicht weiter ausbreiten. Allerdings kommt es auch leicht zu Erfrierungen, wenn man entzündliche Verletzungen nicht richtig behandelt. Für Betroffene ist es deshalb ratsam, Kühlpads in Handtücher oder Waschlappen hineinzulegen und diese nicht direkt “pur” auf die Haut aufzutragen.

Darüber hinaus gibt es weitere „Kontraindikationen”, die gegen eine Wärmetherapie sprechen. Grundsätzlich sollte man keine wärmenden Maßnahmen bei akuten Entzündungsprozessen anwenden, da die Wärme die Schmerzen verstärken würde. Menschen mit Diabetes, Herz-Kreislauf-Schwierigkeiten, rheumatoider Arthritis oder Fieberschüben sollten ebenfalls eine andere Therapie erhalten. Einige Verletzungen wie Schwellungen oder verstauchte Gelenke behandelt man eher mithilfe der Kältetherapie. Bei chronischen Verspannungen und steifen Gelenken ist wiederum eine Wärmetherapie immer die erste Wahl.